Der Friederikenplatz in Dessau ist derzeit von Plattenbauten aus der DDR-Zeit geprägt. Diese Gebäude wirken durch ihre Anordnung nur wenig raumbildend, es entsteht ein indifferentes System aus öffentlichen und halböffentlichen Räumen. Ziel der Gruppenarbeit mit Sven Höhne und Oliver Hahnel war es, die Raumbeziehungen zu klären und Perspektiven für die weitere Entwicklung aufzuzeigen. Zu diesem Zweck haben wir die Zeilenbebauung aufgebrochen und in eine Blockstruktur mit einer Hirarchie öffentlicher Plätze, Quartierszentren und privater Blockinnenhöfe überführt. Diese Struktur integriert sich zwanglos in die gründerzeitliche Umgebung.
Für die weitere Entwicklung der Stadt müssen neue Konzepte gefunden werden. Ziel ist einerseits die Befriedigung des Bedürfnisses nach Privatsphäre, andererseits auch die Verhinderung des weiteren Anwachsens der Städte im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Unser Konzept schlägt entlang der Mulde eine dichte Bebauung mit Reihenhäusern vor. Jedem Haus wird ein Hof zugeordnet, der das Bedürfnis nach privatem Aussenraum befriedigt. Durch die Definition von Plätzen und Hausgruppen wird die Identifikation mit der Siedlung gestärkt.
